Pentomino hungarIQa

Der ungarische Entwickler ( ) hat dem Pentonimo sowohl nach links als auch nach rechts umgestossen. Das Ergebnis ist verblüffend: Mehr als das Hundertfache der bisher bekannten Pentonimo-Aufgaben wird geboten, und während die Zahl der Schrittpaare der Pentonimo-Gesellschaftsspiele verdoppelt wird, wird auch ihr Teilungsproblem gelöst.
Die Zahl der Pentonimo-Elemente ist von 12 auf 20 gestiegen. In den zwei zwölfteiligen Beständen, die durch die Schrägstellung nach rechts und links entstehen, befinden sich nämlich nur vier gleichförmige Figuren, die restlichen sind paarweise je eine spitzwinklige und je eine stumpfwinklige Variante derselben Form.



Puzzle-Aufgaben

Für Anfänger: Die "geohrfeigten" Varianten der herkömmlichen Pentonimo-Aufgaben sind einfach, wenn die Elemente, die bei ihrer Zusammenstellung verwendet werden, aus den zwei Beständen beliebig ausgewählt werden können. Die bekanntesten Aufgaben sind z. B. das 3x20-, das 4x15-, das 5x12- und das 6x10-Format, das "löchrige" 5x13-Format (wobei das in der Mitte ausbleibende "Loch" mit einer vorher festgelegten Figur identisch ist), die Verdreifachungen (das Einsetzen einer Figur in dreifacher Größe) und die 8x8-Formate.

Bei den letzteren ist die Zusammenstellung des Parallelogramms im 8x8-Format am einfachsten, wenn der Platz der vier kleinen Elemente beliebig ist. Durch die Festlegung des Platzes der kleinen Elemente kann die Schwierigkeit der Aufgabe jedoch stufenweise geregelt werden. Wenn der Platz aller vier kleinen Elemente vorgegeben wird und auch festgelegt wird, daß nur einer der Bestände verwendet werden kann, dann können auch die erfahrenen Rätsellöser stundenlang knobeln.

Für Fortgeschrittene: Die oben beschriebenen Aufgaben mit dem halben Bestand, nur unter Verwendung des einen geohrfeigten Bestandes, sind spannend, wenn sie gleichzeitig von zwei Spielern gelöst werden, die miteinander um die Wette spielen. Dem einen Spieler gehört der Bestand mit der Schrägstellung nach rechts, dem anderen der mit der Schrägstellung nach links. Diese sind vollkommen gleichwertig. (Wenn eine Aufgabe mit dem einen Bestand gelöst werden kann, kann sie es auch mit dem anderen. Wenn der eine Bestand keine Lösung ermöglicht, ermöglicht auch der andere keine. Wenn verschiedene Lösungen gefunden werden können, ist die Anzahl der Lösungen bei den zwei Beständen gleich.) Der Wettbewerb ist auch dann völlig korrekt, wenn die Spieler vor dem Beginn der Lösung der ausgewählten Aufgabe einige Elemente aus ihren Beständen (aber jeweils nur die einander entsprechenden Elemente) miteinander tauschen. Mit dieser Methode können die Wettbewerbsaufgaben aus Tausenden von Aufgaben und aus mehr als hundert Bestandskombinationen ausgelost werden.

Für Profis: Die Lösung des Großteils der Puzzle-Aufgaben, die beide Bestände verwenden, erfordert bereits ein drei- bis zehnstündiges Nachdenken (auch wenn man ein bißchen Glück hat).
Auf der Hand liegen z. B. die Aufgaben mit 3x40-, 4x30-, 5x24- und 5x25-Format (bei dem letzteren ist die Fläche einer Figur leer), die Aufgaben mit 6x20-, 8x15-, 10x12- und 10x10-Format (beim letzteren müssen die vier gleiche Elemente wegfallen) und die Aufgaben mit 11x11-Format (hier bedeutet die jeweils andere Lage des Fehlers eine jeweils neue Aufgabe).

Ferner gibt es noch die Vervierfachungen (sie sind am schwierigsten, wenn alle der wegfallenden acht Elemente zu demselben Bestand gehört), die Verfünffachungen (hierbei können sowohl die Form als auch die Lage der eine Figur großen leeren Fläche vorher festgelegt werden, wie dies auch beim Parallelogramm in 5x25-Größe vorgeschrieben werden kann).


Interessant ist auch noch die Festlegung von dreieckartigen Anordnungen, eines Rahmens mit einer Breite von drei Einheiten (13x13 - 7x7) bzw. die Festlegung von leeren Flächen in unterschiedlichen figurativen Formen.




Strategische Gesellschaftsspiele

Beim Beginn ist das Spielbrett leer. Die Spieler legen abwechselnd, nacheinander je eine aus ihrem Bestand beliebig gewählte Figur auf das Brett. (Wenn der vollständige Spielraum in der Größe von 16x16 verwendet wird, dürfen sich die ausgelegten Figuren nur mit ihren Ecken berühren. Wenn das Spiel nur auf einer 12x12 großen Fläche des vollständigen Spielraums gespielt wird, dürfen sich die Steine auch mit ihren Kanten berühren.) Wer als letzter eine Figur auf die Tafel legen kann, gewinnt. Der Wettbewerb ist noch interessanter, wenn auf der Tafel in einem "kreisförmigen" Streifen mit einer Breite von drei Einheiten gebaut wird, wie z. B. im Dominospiel. Wer seine Figur nicht so ablegen kann, daß sich die Figur der vorigen Figur vollständig fügt, bekommt so viel Fehlerpunkte, wieviel Flächeneinheiten leer bleiben...


Beide Spiele sind am spannendsten, wenn der Spieler, der nicht fehlerfrei ablegen kann, eine Figur von der Tafel zurücknehmen muß. In diesem Fall gewinnt der Spieler, der früher alle seine Figuren niederlegen kann.




Kurze Nachrichten


Mehr als 5000 Puzzle-Aufgaben findet man an der Seite der Ungarischen Brettspieler Verein. Hier geht ein Wettbewerb, bis 31.08.1999. Dazu kann man ein Animator-Promramm nutzen. Das program "spricht" nur ungarisch, aber sein Gebrauch ist mit Maus sehr einfach. Mit linken Knopf auswählen, mit rechten drehen. Mit rechten Knopf kann man auch spiegeln, während der CTRL-Knopf drücken lassen.





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